Dr. Martens
"Docs": Made for Life
"Doc Martens" gelten als das Kult-Fashion-Objekt der britischen Working Class. Nur wenige wissen, dass die Arbeiterstiefel ursprünglich nicht etwa aus Großbritannien kommen, sondern aus Bayern. Und dass sie zunächst als Stiefel für Feuerwehrmänner konzipiert wurden. Fest steht: "Docs" sind nicht totzukriegen - und heute trendy wie eh und je.
Von Bayern nach London City
Winter 1946. Ein gewisser Dr. Klaus Martens verletzt sich im verschlafenen bayerischen Dörfchen Seeshaupt beim Skifahren am Fuß. Daraufhin entwirft er eine luftgepolsterte Schuhsohle und patentiert seine Erfindung. Das Produkt kommt zunächst bei älteren Menschen der Region gut an. Dann erwirbt eine englische Firma die Produktionslizenz, und - schwupp - avancieren die Boots bei jungen britischen Städtern zum modischen Musthave. Aus robustem Leder und mit der bequemen Sohle sind die Schuhe für Asphaltcowboys wie geschaffen. Schnell werden sie zum festen Bestandteil der Punk- und Dark-Wave-Kultur, nicht zuletzt, weil ihnen Größen wie Anne Clarke und Depeche-Mode-Sänger Dave Gahan zu Ruhm verhelfen.
Boots für Asphaltcowboys
Wetterfest, bequem, unverwüstlich und einfach kultig: Heute hat jeder, der auf sich hält, mindestens ein Paar Doc Martens im Schrank. Seit der Gründung des Labels wurden weltweit über 50 Millionen Paare verkauft. "Docs" gibt es mit drei bis zehn Löchern und in unterschiedlichsten Farben und Designs. So auch in einer limitierten Sonderauflage des japanischen Modeschöpfers Yohji Yamamoto.